Geschichte des Vereins

Fahnenweihe am 20 Juli 1953

Am Mittwoch den 25.2.1953 findet eine Versammlung wegen Gründung eines neuen Schützenvereins in Altdorf im Gasthaus Frauenbauer statt. Interessenten der Schießsports mögen sich um 19 Uhr im vorgenannten Gasthaus einfinden.“ Aufgrund dieses Aufrufs von Ludwig Ostermeier in der Landshuter Zeitung zur Gründungsversammlung hatten sich viele Interessenten und Neugierige beim Gasthaus Frauenbauer eingefunden. Einige der Anwesenden waren bereits Mitglieder des Schützenvereins „Immergrün“, der sich wegen Schwierigkeiten aufgelöst hatte. 10 Personen waren sich einig über eine Neugründung und riefen den Schützenverein „Hubertus“ ins Leben.
Meixner Jakob wurde einstimmig zum 1. Vorstand gewählt. Die Gründungsmitglieder waren: Ostermeier Ludwig, Aigner Franz, Eder Johann, Eder Gusti, Brunner Hans, Meixner Jakob, Eder Georg, Huber Ludwig, Niedermaier Gottfried, Oberhofer Adolf.
Schon nach 3 Monaten, im Mai 1953, wurde in der Generalversammlung von den nun schon 24 Mitgliedern beschlossen, eine Schützenstandarte anzuschaffen und „dieselbe in der Kirche weihen zu lassen“. Als Fahnenmutter konnten die Schützen Therese Krampfl gewinnen, die Patenschaft übernahm der Schützenverein „Vaterland Neuhausen“. Am 23.8.1953 feierten 32 Orts- und Gastvereine mit dem Jubelverein das große Fest.
Im April übernahm der Besitzer Johann Eder selbst das Gasthaus. Die Hubertusschützen wechselten dann in gegenseitigen Einvernehmen mit dem Wirt ihr Vereinslokal, das Gasthaus Hahn „Neumaier“ nahm den Verein auf.
Im Oktober 1955 wurde erstmals der Schützenkönig ausgeschossen. Die Silbertaler und Münzen für die Königskette stifteten Jakob Meixner, Josef Zachhacker, Ludwig Huber, Hans Sedelmeier, Karl Ammesmeier und A. Kolbeck. Erster Schützenkönig des Vereins war Ludwig Huber.
Bei der Generalversammlung wählten die Schützen Ludwig Huber zum 1. Vorstand, der bisherige Vorstand Jakob Meixner wurde zum Ehrenvorstand ernannt. Im Januar 1957 wurde erstmals eine Vereinssatzung verabschiedet und an die Mitglieder ausgegeben.
Am 20.Juli 1958 hielten die Hubertusschützen Fahnenweihe. Es wurde eine neue große Vereinsfahne beauftragt. Diese stickte Frau Weinzierl aus Landshut, wie die Schützenstandarte, in Handarbeit. Als Zugabe bekam der Verein eine Tischstandarte. Unser damaliger Schützenmeister Ludwig Huber konnte die Edelweißschützen Altdorf als Patenverein für diese Feierlichkeit gewinnen. Fahnenmutter war wieder Therese Krampfl.
Im Jahre 1965 wurde ein neuer Vereinsvorstand gewählt. Der Nachfolger von Ludwig Huber wurde Adolf Oberhofer. Über die Vergangenheit des Vereins machte man sich schon damals Gedanken. Es wurde ein ledergebundenes Buch zur Aufstellung einer Chronik angelegt, in der sämtliche herausragende Ereignisse der Vereinsgeschichte festgehalten werden.
Als unsere Herbergseltern Rosi und Karl Hahn die alte Wirtschaft durch ein neues Lokal ersetzten, richteten sie auch für uns Schützen einen Aufenthaltsraum und einen Schießstand ein. Den Innenausbau dieser Räume führten wir, mit unseren inzwischen gut 50 Mitgliedern, selbst durch. Im Bezirk Niederbayern war dies eine der ersten elektrischen Schießanlagen.
Im Rahmen unseres 20jährigen Jubiläums weihten wir 1973 offiziell den neuen Schießstand ein. Mit herausragenden 294 Ringen (von 300 möglichen) stellte Wolfgang Eßl 1977 einen bis heute ungebrochenen Standrekord auf. Gleichzeitig schaffte unsere 1. Mannschaft den Aufstieg in die Gauliga und später sogar in die Gauoberliga.
Ein prägendes Ereignis für die Zukunft war im Jahre 1982, die von Anderl Schleiß angeregte, erste Fahrt zur Schützengilde Haldorf bei Kassel. Diesem Besuch sollten noch viele weitere Besuche und Gegenbesuche folgen. Inzwischen verbindet uns eine über 25 Jahre bestehende Freundschaft.

25 jähriges Vereinsjubiläum im Mai 1978

Unser Jubiläumsjahr 1983 begann mit einer Änderung in der Vorstandschaft. Adolf Oberhofer kandidierte nicht mehr und Georg Ecker wurde mit überzeugender Mehrheit zum 1. Schützenmeister gewählt. Im Mai wurden wir nun zum ersten mal von den Haldorfer Schützen besucht und es wurden einige gemütliche Stunden miteinander verbracht. Beim Jahresendschießen führten wir ein Gedächtnisschießen zum 30-jährigen Vereinsjubiläum durch. Jeder der 35 Schützen erhielt einen Erinnerungshumpen.
In der Generalsversammlung 1985 fand Übergansvorstand und Chronikverfasser Georg Ecker in Andreas Schleiß einen würdigen Vorstandsnachfolger. Dies sollte der Beginn einer 22 Jahre andauernden Ära sein. Ebenfalls 1985 veröffentlichte unser langjähriges Mitglied Gerhard Dotzauer ein Buch über das Bayerische Schützenwesen.
Der Verein erhielt 1987 vom Schützengau Landshut einen besonderen Ehrenpreis für das 4000. Mitglied, Anneliese Schützenmeier. Im selben Jahr wurde zur sichereren Aufbewahrung der Munition und Gewehre ein großer Waffenschrank angeschafft.
Unser 40jähriges Jubiläum veranstalteten wir am 26.09.1993 im Kammererhof. Es wurden u.a. unsere Schützenfreunde aus Haldorf eingeladen. Weitere Ehrengäste waren unsere bisherigen Patenvereine die Vaterland Neuhausen, Ländtorschützen Landshut und Edelweißschützen Altdorf.
Durch unseren ehemaligen Vorstand Georg Ecker wurde die Errichtung eines Feldkreuzes am Altdorfer Kreut angeregt und schließlich unter tatkräftiger Mithilfe vieler Vereinsmitglieder realisiert. Die Christusfigur wurde von Otto Weitl gestiftet.
Die letzte außerordentliche Mitgliederversammlung im alten Vereinslokal „Hahn“ fand am 5.September 1995 mit Pächter Illgut statt, der andere Pläne mit seinem Lokal hatte. Es wurde nun beschlossen ein eigenes Vereinsheim in der gemeindlichen Otrembahalle einzurichten. In diesem Zuge wurde unser Verein nun offiziell eingetragen. Die richtige Bezeichnung lautet von nun an Hubertusschützen Altdorf e.V.
Nach langen Arbeiten und unzähligen von den Vereinsmitgliedern abgeleisteten Stunden, war das Schützenheim im Januar 1996 fertig gestellt. Am 9. Februar wurde der Schießstand abgenommen und am 16. Februar das Training wieder aufgenommen. Die Einweihung fand am 13. April 1996 mit einigen Ehregästen statt. In diesem Zuge wurde zugleich eine elektronische Teilermaschine gekauft.
Ein groß organisierter Ausflug war im Jahre 2002 die Fahrt zum 40 jährigen Vereinsjubiläum unserer Haldorfer Freunde. Es ging in großer Besetzung und mit Unterstützung von einigen Böllerschützen der Edelweiß Altdorf ins „Hessische Land“. Ein bisschen Bayerische Kultur hatten wir ebenfalls mit einer zünftigen Musik im Gepäck.

50 jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe

Das Jubiläumsjahr 2003 begann mit der Bestätigung der Vorstandschaft und den Vorbereitungen für unser 50 jähriges Gründungsfest. Zu diesem Anlass fand ein großes Preisschießen statt zu dem alle Vereine des Schützengaus Landshut eingeladen wurden. Diese war sehr gut besucht und wir hatten alle Hände voll zu tun.
Bevor wir aber am 05. Juni unser großes Fest beginnen konnten, wanderten wir einige Tage vorher zum „Schönwetterbitten“ zu unserem Feldkreuz. Der Wettergott war uns gnädig und wir konnten in unserer neuen Vereinstracht das Gründungsfest im Ziegeleistadl mit rund 20 ortsansässigen Vereinen feiern. Im Kirchenzug zogen wir durch das geschmückte Altdorf zu unserer Kirche Neu St. Nikola. Pfarrer Dotzler hielt eine festliche Messe und segnete anschließend unsere neu restaurierte Fahne samt Fahnenbänder. Nachmittags konnte die Bevölkerung den Festumzug durch die Gemeinde Altdorf bewundern. Mit musikalischer Unterstützung vom Spielmannszug der Feuerwehr Landshut erfolgte die Preisverteilung an die Teilnehmer des Preisschießens, sowie diverse Ehrungen verdienter Vereinsmitglieder durch Schützenmeister Andreas Schleiß.
2004 wurde Altdorf nach langen Vorbereitungen zum Markt erhoben. Natürlich beteiligten auch wir Schützen uns zahlreich an diesem besonderen Ereignis und ließen uns das Freibier des „Markt“ Altdorf schmecken.
Ilse Ecker regte durch ihre österreichische Verwandtschaft einen neuen Freundschaftskreis mit der Schützengesellschaft Scharnstein – Thann an. Ein erstes Treffen fand im September 2005 in Altdorf statt. Hierbei konnten wir unsere neuen Freunde in einem fairen sportlichem Wettkampf besiegen. Eine Reise mit 5 Autos führte uns Schützen daraufhin 2006 nach Oberösterreich. In einem weiteren Vergleichsschießen mit dem Kapselgewehr konnten wir aber nur den zweiten Platz belegen.
Bei der Jahresabschlussfeier 2006 wurden zahlreiche Ehrungen durch Gauschützenmeister Gerhard Schipper persönlich vorgenommen. Unter anderem erhielten für 40Jahre Mitgliedschaft im BSSB Otto Weitl und Alfred Ecker das goldene Abzeichen des Schützengaus Landshut. Das Protektoratsabzeichen wurde an Konrad und Thomas Schützenmeier verliehen.
2007 war es soweit: die langjährig bewährte Vorstandschaft trat nach 22 jähriger Tätigkeit zurück. Es wurden umfangreiche Neuwahlen durchgeführt. Das Ergebnis stellte sich wie folgt dar. Neuer 1. Schützenmeister Michael Oberhofer, 2. Schützenmeister Markus Weinberger, 1. Kassier Marina Ecker, 1. Schriftführer Florian Sommerer.
Eine der ersten Amtshandlungen der neuen Vorstandschaft war, unsere wertvolle inzwischen aber stark in Mitleidenschaft gezogene Königskette umfangreich zu restaurieren. Für unsere neuen Vereinsmitglieder wurde auch ein neues modernes Vereinsgewehr mit Druckluftkartusche angeschafft.
Bei der Jahresabschlussfeier 2007 wurden erneut einige Ehrungen durchgeführt. Für 10 jährige Mitgliedschaft beim Verein erhielten folgende Personen eine silberne Anstecknadel in Form eines Hirschkopfes: Marina Ecker, Ingried Eibl, Bärbel Plesa, Steffie Schützenmeier, Katrin Sperl, Markus Weinberger, Robert Abstreiter, Florian Fußeder, Michael Ecker, Roman Schemmerer, Anton Eibl. Für 20 jährige Migliedschaft beim Verein wurden Anneliese Schützenmeier und Bernhard Olschewski mit einer goldenen Anstecknadel ausgezeichnet. Die silbere Nadel des BSSB für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Lydia Schleiß und Ilse Ecker.
Bei der Generalversammlung 2008 wurde beschlossen, erstmalig ein Gartenfest durchzuführen. Dies wurde durch den Wettergott zwar nicht begünstigt, war aber, nach anfänglich heftigen Gewittern, von Erfolg gekrönt.